Jan Westerbarkey

Westerbarkey Jan im Bewusstsein: Allein mit Made in Germany kommen wir nicht weit. Von der Zweck- zur Sinngemeinschaft als lernende Organisation im Familienunternehmen. Im Dialog über erlebte, erfahrene und verspürte Kräfte des Wandels. Wie bewirken wir Wandel? Aus Einsicht! Man sagt, es lernt sich eine neue Sprache am besten direkt im Land. So verhält es sich auch mit neuen Kultur- und Arbeitstechniken. Den Preussen Asiens, den Japanern haben wir in zahlreichen Besuchen stets neue Aspekte abgeschaut und aus der Kamera-Perspektive dokumentiert. Also uns genauso verhalten, wie die Asiaten auf Deutschland-Tour. Und ich war jedes Mal über ihre Firmen-Loyalität, Anzahl betrieblicher Vorschläge und die unendliche Lernbereitschaft von Asiaten (wir lernen immer nur unter Schmerzen?!) überwältigt. Im Land der Dichter und Denker, ist es an der Zeit, die dort weiterentwickelten Tugenden durchaus zu re-importieren. Wir können und wollen dabei jeden mitnehmen. Dazu hilft uns die intensive Zusammenarbeit mit der RWTH, Aachen in den Bereichen Lean Management, Digitalisierung und Arbeitsphychologie, um ein gemeinsames Bild der Zukunft des Lebens, der Generationen-Zusammenarbeit als familiäres Familien-Unternehmen umzusetzen. Ich kommentiere diesen mehrjährigen Prozess quasi von innen her, meistens ganz frisch aus der Situation heraus, oft noch mittendrin. Einiges bleibt und doch ändert sich vieles. Wir sind vorfreudig positiv; tatsächlich sind hier Personalpolitik und Führungsqualitäten gefragt in der Gestaltung von Arbeitsplätzen, Inhalten und dem menschlichen Miteinander. Oder praktisch gesprochen: das Einzelbüro auf Lebenszeit gehört in der Kultur des Ausprobierens, Wissenserwerb und Kompetenzausbau der Vergangenheit an. Auch für mich. Aufbauarbeit kann man nicht beliebig lange machen. Kreise schliessen sich. Ich möchte weiterentwickeln. Und grössere Bögen schlagen. Und bereits Vorhandenes integrieren. Heraus aus unser Starrheit des Denkens, die sich durch unsere German Ur-Angst vor Digitalisierung noch mehr verengt und dadurch weniger Aufgeschlossenheit für neue Wege und langfristige Überlebensfähigkeit zeigt als bisher. Nicht-hierarchische Kommunikation und neue Techniken des Coworking in Produktion und Verwaltung umsetzen. Und dieser Begeisterung für den Wandel fühle ich mich verpflichtet. Und die Firma auch. Das weiss ich. Es steckt tief drinnen. Vielleicht in jedem von uns. Mir macht es Freude, es zu zeigen und leben zu dürfen.


Beitrage von Jan Westerbarkey


Wie wollen wir arbeiten?

Wie wollen wir arbeiten?


Sage mir, was du arbeitest, und ich sage dir, ob du glücklich bist. Nichts charakterisiert den modernen Menschen so sehr wie seine Arbeit. Wer sich im Beruf zu verwirklichen vermag, hat sich gefunden und ist erfüllt. Doch das Glücksversprechen hat seine Kehrseite im Management, dessen Aufgabe es ist alles unwert fühlbar zu machen. Hat noch jemand Vorgesetzte, die nicht motivieren, kein Feedback geben, kaum Wertschätzung zeigen? Nehmen wir unsere Arbeit oder Vorgesetzte viel zu wichtig? Wir zweifeln doch auch an Gott, am Himmel, möglicherweise sogar an der sinnhaften Existenz. Grübeln wir allerdings anstatt zu schaffen, gelten wir schlechterdings als depressiv….